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private Krankenversicherung Ärzte

Ist meine Datenschutzerklärung für die Praxis überhaupt noch ausreichend?

Für Sie als niedergelassener Arzt wird es immer wichtiger, im Sinne der Patientengewinnung und der Patientenbindung in der Onlinewelt präsent zu sein. Dafür werden verschiedenste Plattformen genutzt. Neben der eigenen Praxis Webseite gewinnen auch die Sozialen Medien – Facebook und Co. – immer mehr an wichtiger Bedeutung.

Worauf sollten Sie bei der Datenschutzerklärung besonders achten?

Arztpraxen und Kliniken müssen jedoch bei Ihrer Online Präsenz besonders viele berufsrechtliche Regeln beachten. Achten sollten Sie auf die Pflichtangaben im Impressum sowie der Vorgaben nach dem Heilmittelwerbegesetz. Die Datenschutzerklärung hat seit der Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) unglaublich an Relevanz gewonnen. Aufgrund der großen Gefahr von Bußgeldern, welche durch die Datenschutzbehörden erfolgen, oder Beschwerden welche durch Betroffene stattfinden, sollte die Datenschutzerklärung auf Ihren unterschiedlichen Plattformen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Wann ist eine Datenschutzerklärung überhaupt erforderlich?

Eine Datenschutzerklärung ist immer dann erforderlich, wenn personenbezogene Daten über eine der o. g. Plattformen erhoben werden. Es ist bereits ausreichend, dass der Server, auf dem die Seiten gehostet werden, im Hintergrund personenbezogene Daten in Form von Server-Logfiles erhebt. Diese Logfiles enthalten IP-Adressen, welche personenbezogene Daten darstellen. Auch wenn auf den Seiten selbst keine persönlichen Daten der Nutzer verarbeitet werden (z. B. Kontaktformular), werden personenbezogene Daten durch den Hoster erhoben.

Berufshaftpflichtversicherung Ärzte

Welche allgemeinen Pflichtangaben sollte die Datenschutzerklärung enthalten?

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Eine sehr häufige Fehlerquelle stellt der Cookie Banner auf der Webseite oder in einer der genannten Portale dar. In einem aktuellen Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH, AZ: C-673/17, Stand: Juli 2019) hat der Generalanwalt für strengere Regeln in Sachen Cookie Banner plädiert. Webseiten Besitzer sollen User zukünftig klar und umfassend darüber informieren müssen, welche Art von Cookies genutzt werden und inwiefern Dritte Zugriff auf die erhobenen Daten erhalten. Zudem sollen Nutzer die Möglichkeit bekommen, aktiv in die genutzten Cookie Varianten einzuwilligen.

Um der Gefahr eines Bußgeldes zu entgehen, sollten Webseitenbesitzer einer Praxis daher ihren Cookie Banner Hinweis überprüfen. Wenn der Einsatz von Cookies nicht zwingend nötig ist, wäre eine Entfernung der Cookies die einfachste Variante. Sollen jedoch Cookies eingesetzt werden, so ist als bisher sicherste Variante der Einsatz eines sog. "Einwilligungs Banners" zu empfehlen. Dieser müsste in Ihrer Webseite vorgeschaltet sein. Sehr wichtig ist neben einem datenschutzkonformen Banner, auch die Datenschutzerklärung dementsprechend zu überarbeiten und insbesondere um die Angabe zu ergänzen, um welche Cookies es sich handelt.